Eine Bahnfahrt

Herzrhytmisches Staccato fliegt
auf zwei Gleisen die aus Eisen.
Durch die Nacht, die hat besiegt
Letzten Abendhauch, den leisen.


Zeit fliegt mit, gedankenfrei.
Melancholie sich an mich hängt.
Häuser sausen grau vorbei,
Mein Blick kaum ein Fenster fängt.


Tristes Elend aus zerbrochnen Scheiben
Guckt und kichert, spielt so gern Verstecken
Mit der Schwester Armut und die beiden
Schleichen siegessicher um die Ecken.


Zerkratztes Akrylglas trübt den Blick
Auf Geschäfte, Menschen, Straßen.
Mein Herz ist auf dem Weg zurück
Zu sehnsuchtsbeschilderten Gassen.


In die Stadt, die lärmende Alte
Spinnenweb, viel glitzerndes Licht
Brüllt ein Lied, das irre schallte.
In meinem Kopf.   Übrig.     Nichts

speichern oder ausdrucken