Der Rabe

Es war einmal auf einem sonnigen Hügel,
Ein Rabe streckt gemächlich seine Flügel.
Dabei er auf einem von drei Bäumen sitzt
Und in der Mittagssonne schwitzt.


Die Äste knarren, das Laub es rauscht.
Sonst kein Ton, auch wenn man lauscht.
Die Hitze macht die Fauna träge,
Alles jetzt lieber im Schatten läge.


Unser Rabe blinzelt, gähnt vor sich hin.
Grübelt über Unsinn und Sinn,
Warum es wohl gibt, sowas wie Winterkälte,
Er den Zweck in Frage stellte.


Ein Blick ringsum, das Leben blüht,
Natur, in Form von Maden er sieht.
Ein Schulterzucken, ach was sollīs,
Sein Schnabel schlägt in das Holz.


So ein Ärger, auch noch daneben,
Nun muss er sich doch bewegen.
Schwub die wub, die Made ist fix,
Ein Hieb, das war wohl wieder nix.


Na nu, jetzt reicht es unsīrem Raben.
Krächz, er will sich ja nur laben.
Wild um sich flügelnd und auch laut
Er alle Zentimeter in den Ast reinhaut.


Die Made dabei gar nicht dumm,
Kriecht im Zickzack um den Ast herum.
Mir scheint das macht der Made spaß,
Sie sieht Erfolg, jetzt gibt sie Gas.


Unser Rabe bös und wild,
Fragt sich, wie er die Made killt.
Plötzlich- an einer Astgabel hat sie sich verschätzt,
Da lehnt sie nun ängstlich und total gehetzt.


Kein Ausweg mehr, kein Weg zurück,
Der Rabe denkt, na was für ein Glück.
Der Schnabel nun mit sauberem Stoß,
Zack! Das ist jetzt also der Made Los.


Und die Moral von der Geschicht:
Mit dem Essen spielt man nicht!
Und der Zufall der bestimmt,
Welchen Lauf das Leben nimmt.

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